Eine neu Buchstabierung ist erforderlich. Bild: Elena Mozhvilo, unsplash.com

Sich auf das «Netzwerk-Sein» besinnen.

Der Katholische Frauenbund Bern ist ein Netzwerk für Frauen, das von den gemeinsamen Aktivitäten und Kontakten lebt. Was, wenn Versammlungen, Ausflüge und Kurse plötzlich gestrichen werden? 2020 wurde der KFB nicht abgesagt, sondern er hat sich auf sein «Netzwerk-Sein» besonnen und sich neu buchstabiert.

von Rosmarie Itel, KFB-Vertreterin Region Bern und Umgebung

K wie

  • Kontakt: das Zauberwort, das mit viel Fantasie und Engagement die gebotene Distanz und Verbote überwinden oder deren Folgen mildern kann.
  • katholisch (allumfassend) als eine Gemeinschaft, die im Kanton Grenzen überschreiten und Verbindung schaffen will, auch zum Dachverband, dem SKF (Schweizerischer katholischer Frauenbund).
  • Kuverts: Schmal oder prall gefüllt als analoge, greifbare Form, um Kontakte herzustellen oder die gewohnte KFB Post zuzustellen.
  • Advents-Kalender, mit dem jede Frau eines Ortsvereins am gleichen Tag das gleiche Türchen öffnen kann.

F wie

  • Das Fehlen der gemeinschaftlichen Feier im Gottesdienst und untereinander schmerzte und bewirkte Alternativen.
  • Der Furcht vor dem Ungewissen, vor Ansteckung zu begegnen, forderte alle Verantwortlichen zu einer Haltung auf, die Kopf und Herz einbezieht. - Gelungenes Beispiel: das FrauenZmorge in Wabern.

B wie

  • Sich bewegen und neue Wege im Vorstand suchen, anstatt vor der unbekannten Situation zu erstarren.
  • Büchermorgen: Anstelle eines Treffens lieferte er digital allen Interessenten eine kommentierte Bücherliste ins Haus.
  • Basteln und Backen von Aufmerksamkeiten, die statt auf den Tisch in ein Kuvert passen.
  • Der B+B Tag: klein, aber fein schenkte er den teilnehmenden Frauen Raum für ein bewusstes Zuhören und Austauschen.


und schliesst nicht aus oder verwirft, sondern verbindet bringt zwei bestehende Begriffe, setzt sie in Beziehung und lässt die Möglichkeit für etwas Neues, einen Mehrwert offen.

C wie

  • Computer: das meistbenutzte Hilfsmittel für den Austausch über Chats, Mails und eine Zoom-Konferenz anstelle des Herbsttreffens.
  • Elsbeth Caspar, die den drei Regionen den Bildungstag als Auszeit schenkte.

O wie

  • Organisatorisch waren seit März 20 Vorstände und Mitglieder gefordert. Kann, darf der Anlass, das Treffen, die HV durchgeführt werden und mit vielen Personen? Verschieben ja - nein usw.?
  • Offenheit für neue Wege und andere Schwerpunkte in der Arbeit.
  • Online: oft Neuland für viele Frauen der Gemeinschaft, auf der sie aber erste Schritte wagten.

R wie

  • Respekt im Umgang mit Menschen, sei es im KFB, am Wohnort und in der Pfarrei, für deren individuelle Distanz, ihren Rückzug oder ihre Unbekümmertheit.
  • Reflexion über das, was wirklich zählt im Leben, über unsere innere Haltung, ob es ein absolutes richtig und falsch gebe.
  • rechtzeitig um- oder überhaupt organisieren.

O wie

siehe oben

N wie

  • Das physische Netz durch Telefon-,WhatsApp- und Mailnetze verstärken oder ersetzen.
  • Vom «sich niemals digital treffen» zum «Neues ausprobieren» z.B. im geschützten Rahmen unter kundiger Leitung des SKF.
  • Traumziel Normalität mit Anlässen, Ausflügen, Treffen, Gottesdiensten im Ortsverein oder kantonal.
  • Nachfrage bei den KFB Mitgliedern, wie sie sich fühlen, ihre Ängste, Sorgen oder Lichtblicke erfragen und lebenswichtige Nähe vermitteln.

A wie

  • Absage die Agenden, Pflichtenhefte, Tagesstrukturen dominierte und eingefleischte Verhaltensweisen um krempelte.
  • Physischer Abstand bei allen Aktivitäten.
  • Adresslisten benützen anstelle von Gespräch und Information zwischen Tür und Angel.
  • Mai und Advents-Andachten. Sie fielen im Ortsverein nicht einfach aus, sondern wurden als Texte, z.T. mit einem kleinen Präsent ergänzt, verschickt oder direkt nach Hause gebracht.
  • Keine Ahnung als häufigste Antwort auf die Frage: Wann können wir uns wieder real treffen?
14. Mai 2021
erstellt von «pfarrblatt»
  • Pfarrblatt / Angelus
  • Soziales