Helfende Hände. Foto: Milan Jovic/iStock

Weihnächtliche Analyse

Die Weihnachtserzählungen zeigen,
wie das Leben verstanden werden kann:

1. Es gibt Widerwärtigkeiten.
Menschen werden ausgeschlossen,
abgelehnt. Die Welt ist nicht heil.
(Ein allmächtiger Kaiser, kein Platz
in der Herberge, ein mordender
König.)

2. Es gibt Lichtblicke.
Hinweise, Zeichen, die von einem
Leben in Frieden künden, von guten
Menschen und leisen Hoffnungen.
(Ein leuchtender Engel,
ein neugeborenes Kind,
ein aufgehender Stern.)

3. Es gibt engagierte Menschen.
Menschen, die aufmerksam sind
und aufbrechen. Menschen, die
genau hinsehen und das
Not-wendende tun,
die sich berühren
und bewegen lassen.
(Die Hirten, die Sterndeuter.)

Mitten im Auf und Ab des Alltags
den Hoffnungszeichen trauen
und beherzt tun,
was in den eigenen Händen liegt
– so verstehen die Weihnachtslegenden
das Leben.

Felix Klingenbeck

«wortimpuls» im Überblick

11. Dezember 2019
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 26
  • Pfarrblatt / Angelus
  • Spirituelles