Melanie Franko, Patricia Lehmann, Alexander Gruber und Peter Gräppi (v.l.) hoffen auf gutes Gelingen des Teilneubaus in Ins. Foto: Vera Rüttimann

Feiner, ökologischer und sichtbarer

Spatenstich am neuen Pfarreizentrum Ins

Die katholische Kirchgemeinde Seeland-Lyss renoviert eines ihrer vier Pfarreizentren im Seeland. Das Zentrum in Ins wird umgebaut und saniert. Gleichzeitig werden in der Kirche St. Maria die technischen Anlagen erneuert. Der Spatenstich fand am 23. September statt. Das Richtfest soll im Spätherbst 2022 über die Bühne gehen.

Von Vera Rüttimann

Die Sanierungsarbeiten am Pfarreigebäude haben begonnen. Die Renovationen und Teilerneuerung auf der Parzelle am Fauggersweg 8 in Ins lassen ein neues Gebäude entstehen, das den heutigen Ansprüchen der Gesellschaft entspricht, die klimarelevanten Erfordernisse erfüllt und hindernisfrei zugänglich gemacht wird für Menschen mit Behinderung.

Neuer Zugang zur Kirche

Patricia Lehmann, Präsidentin der katholischen Kirchgemeinde Seeland-Lyss (KG Seeland-Lyss), betonte anlässlich des Spatenstichs: «Es soll ein Ort entstehen für Begegnungen und Aktivitäten, ein Ort, der lebt», betonte Patricia Lehmann. Kernstück wird ein neuer Mehrzwecksaal sein und die Neugestaltung der Umgebung. Zentral ist dabei insbesondere der neue Zugang zur Kirche über eine grosszügige Freitreppe. Da die ganze kirchliche Anlage den Anforderungen der Denkmalpflege genügen muss, wurde den gestalterischen Herausforderungen grosse Aufmerksamkeit gewidmet. Dabei ging es auch darum, Zielkonflikte zwischen verschiedenen Auflagen, Vorschriften und Anliegen der Bauherrschaft zu lösen.

Sanierung der Kirche

Bald beginnen auch in der Kirche St. Maria die Sanierungsarbeiten. Patricia Lehmann bezeichnete sie als «schön und aussergewöhnlich.» Bekannt sind die Glasbetonfenster des Künstlers Peter Travaglini aus Büren an der Aare. Die Fenster haben die die sieben heiligen Sakramente zum Thema.

Für Menschen wie Jean-Marie Wolter, ehemaliger Pfarreipräsident, bedeutet die schmucke Kirche mit dem hoch aufragenden Kirchturm Heimat. Er sagte beim Spatenstich: «Sie ist vielen ans Herz gewachsen.» Auch er hofft, dass man dieses architektonische Kleinod wieder mehr in den Blickpunkt rückt. Die Kirche ist noch ursprünglich und wurde nicht über die Jahre verbaut. Entsprechend werden nur die technischen Anlagen auf den neuesten Stand gebracht.

Anlässlich des Spatenstichs zeigte Melanie Franko von der «Fehr und Franko Architekten GmbH» auf dem Gelände, wie mittels Kombination aus Um- und Teilersatzneubau ein neues Pfarreigebäude entstehen wird. Ein Teil des bestehenden Gebäudes aus den 80er Jahren wird bis auf das Erdgeschoss rückgebaut. Auf dem Fundament wird ein Holzbau errichtet. Die neue Fassade fasst Unter- und Obergeschoss zusammen.

Sichtbarer und erlebnisreicher

Für Alexander Gruber aus Ins, Präsident der Baukommission und Kirchgemeinderat der KG Seeland-Lyss, sind die Baumassnahmen mit Kosten von rund 2,4 Millionen Franken eine Investition in die Zukunft: «Die Kirche soll wieder sichtbarer werden und erlebnisreicher für die Mitglieder und auch für das Dorf Ins und dessen Umgebung.»

Bauleiter Peter Gräppi, Strässler Architektur AG, sprach beim Spatenstich über die Herausforderungen, die budgetierten Kosten einhalten zu können. «Vor über einem Jahr wurde der Kostenvoranschlag für diesen Neubau durch die Kirchgemeinde Seeland-Lyss genehmigt. Durch die Pandemie sind die Preise für bestimmte Materialien enorm gestiegen», erläuterte er.

Alle Beteiligten hoffen auf ein gutes Gelingen des Teilneubaus.