Der Moschusochse freut sich über das nach-weihnächtliche Essen. Foto: Doris Slezak

Christbaumschmaus für Gämsen und Moschusochsen

Unverkaufte Christbäume gehen ans Dählhölzli.

Unverkaufte Christbäume von Grossverteilern finden im Tierpark Dählhölzli dankbare Abnehmer: Vor allem Gämsen, Steinböcke und Rothirsche lieben die Tannenbäume.

Schon seit Jahren bekomme der Tierpark Dählhölzli die nicht verkauften Christbäume von diversen Verkaufsstellen, etwa von Coop, Migros oder Bauhaus, aber auch von den Weihnachtsmärkten am Waisenhausplatz und dem Sternenmärit auf der kleinen Schanze, teilt Doris Slezak, Leitung Kommunikation und Marketing im Tierpark Dählhölzli, auf Anfrage des «pfarrblatt» mit. «Teilweise sind es einheimische Tannenbäume, teilweise ausländisch, zum Beispiel Nordmann-Tannen». Am Freitag sei die letzte Fuhre unverkaufter Christbäume abgeholt worden. Insgesamt seien es dieses Jahr gegen 500 Bäume gewesen, das variiere jedoch von Jahr zu Jahr.

Insbesondere gewissen Huftieren schmeckten die Christbäume: Steinbock, Gämse, Zwerggeissen und Bezoarziegen sowie die Rothirsche seien scharf darauf, andere brauchten etwas länger, um auf den Geschmack zu kommen. «Manche Huftiere wie die Moschusochsen und im Moment auch die Wisente fressen sie gar nicht, sondern spielen mit ihnen. Sie haben ihren Spass daran, die Bäume herumzustossen und ‹anzugreifen›», so Slezak.

Keine gebrauchten Bäume

Umgekehrt schmecke auch den Alpaka, keine Huftiere, die weihnächtliche Kost. «Zudem werden einige Bäume verschiedenen Tieren als Abwechslung oder Verhaltensanreicherung in die Anlage gestellt oder gelegt.»

Wichtig sei, dass die Bäume noch einigermassen frisch seien, wenn sie den Tieren zum Fressen vorgesetzt würden, sonst bekämen sie den Tieren nicht gut. Gebrauchte Christbäume von Privaten würden nicht verfüttert, zu gross sei die Gefahr, dass sie Wachsrückstände oder Glitterreste enthielten, die der Tiergesundheit schaden könnten. (sys)