Solidaritätsfonds für Mutter und Kind

Solidaritätsfonds für Mutter und Kind
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Katholischer Frauenbund Bern
Öffnungszeiten
Dienstag
08:00–12:00 Uhr
13:00–16:00 Uhr

Engagierte Frauen gründeten den Solidaritätsfonds als mutige Antwort auf gesellschaftliche Veränderungen. Seither ist er zu einer Erfolgsgeschichte geworden, die bildhaft zeigt, wie viel Menschen bewegen können, wenn sie solidarisch bleiben und zusammenspannen. Der Fonds hilft dort, wo staatliche Unterstützung Lücken hat, und trägt entscheidend dazu bei, dass das soziale Netz in der Schweiz trägt – schnell, unbürokratisch und menschlich.

Solidarität, die Hoffnung schenkt

Armut in einem der reichsten Länder der Welt – das scheint ein Widerspruch. Und doch werden Beratungsstellen täglich um Hilfe angefragt: Mütter, die nicht wissen, wie sie die nächste Windelpackung bezahlen sollen; Familien, die unerwartet hohe Gesundheitskosten bezahlen müssen; steigende Lebenskosten, welche den Schlaf rauben. Genau hier wirkt der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind. «Das Jubiläum ist ein Moment, um innezuhalten, Danke zu sagen und sichtbar zu machen: Das ist unser aller Erfolg. Wir feiern gemeinsam mit allen Frauen, die den Solidaritätsfonds über all die Jahre aufgebaut haben, und allen Gönnerinnen und Gönnern, die diese Hilfe überhaupt erst ermöglichen», sagt Liliane Parmiggiani, Fundraising Frauenbund Schweiz. Der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind zeigt seit 50 Jahren: Solidarität wirkt – jede Geste schenkt Hoffnung und stärkt Familien in Not.

So wirkt der Solidaritätsfonds – damals wie heute

Der Solidaritätsfonds leistet Überbrückungshilfe für Frauen und Familien in finanziellen Notlagen – insbesondere rund um Schwangerschaft, Geburt und Kinderbetreuung. Gesuche werden über Fachstellen eingereicht und von einer unabhängigen Expertinnenkommission sorgfältig geprüft. Die Unterstützung ist individuell zugeschnitten und wirkt dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird. 2024 wurden 399 Gesuche bewilligt. Häufigste Unterstützungsthemen waren Babyausstattung, Kinderbetreuung, Gesundheitskosten, Ausbildung und Mietzuschüsse. Jede vierte Mutter war alleinerziehend, 5 Prozent waren unter 20 Jahre alt. Die rückläufigen Einnahmen aus der jährlichen Kirchenkollekte führten 2024 zu einer Finanzierungslücke von rund 70’000 Franken, welche durch eiserne Reserven gedeckt werden musste.

Ein Fonds als Antwort auf die gesellschaftlichen Veränderungen von 1976

Der Solidaritätsfonds wurde im Jahr 1976 als direkte Reaktion auf die Diskussion über die Einführung der Fristenregelung ins Leben gerufen. Der Frauenbund Schweiz (vormals SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund) setzte bewusst ein Zeichen: Frauen, die sich trotz prekärer Lebenssituation für die Fortführung der Schwangerschaft entschieden, sollten nicht allein gelassen werden. Der Fonds unterstützte sie finanziell, schenkte Halt und ermöglichte ihnen, ihr Kind unter würdigen Bedingungen zur Welt zu bringen. Dieser Grundgedanke prägt die Arbeit
bis heute: «Unsere Welt ist unsicherer geworden – und die ersten, die dies spüren, sind Mütter und Kinder. Wenn Unterstützungssysteme nicht ausreichen und der Alltag immer teurer wird, braucht es unbürokratische Unterstützung mehr denn je. Der Solidaritätsfonds ist ein Schutzschild, der verhindert, dass Lebenskrisen zu Lebenskatastrophen werden», erklärt Liliane Parmiggiani, Fundraising Solidaritätsfonds für Mutter und Kind.

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