Zur Sendung in der Kirche berufen und beauftragt. Pfarreiseelsorgende an der Feier in Sirnach mit Bischof Felix Gmür in der Mitte. Foto: Seminar St. Beat Luzern

«Ich fühle mich zur Seelsorge berufen»

Unter dem Motto «Geht zu allen Völkern» (Mt 28,19) fand am Sonntag, 30. Mai, die Feier der Institutio im thurgauischen Sirnach statt. Zwei Theologen aus Bern erhielten zudem die Missio canonica. Das «pfarrblatt» hat nach deren Bedeutung nachgefragt.

Von Andreas Krummenacher (mit Material von Ausbildungsleiterin Dr. Elke Freitag)

Institutio

Mit der Institutio werden theologisch geschulte Frauen und Männer in den ständigen Dienst eines Bistums aufgenommen. 1978 haben die drei Bistümer Basel, Chur und St. Gallen in gemeinsamen Richtlinien den Einsatz von Pastoralassistent*innen umschrieben. Diese Bezeichnung gibt es heute nicht mehr, sie wurde durch Pfarreiseelsorger*innen ersetzt.

Die Institutio ist auf Dauer angelegt. Was für die Priester ihre Weihe, ist für Pfarreiseelsorger*innen die Institutio. Sie kann von beiden Seiten nur aus schwerwiegenden Gründen widerrufen werden. Bischof Felix Gmür erteilte die Institutio am 30. Mai an Petra Mildenberger (tätig in Sirnach) und Christina Wunderlin (tätig in Wettingen).

Bischof Felix wies in seiner Predigt darauf hin, dass Gott uns Menschen seine Zusage gegeben habe, immer bei uns zu sein, uns zu begleiten und uns nahe zu sein. Diese Zusage habe Mose und dem Volk Israel beim Auszug aus der Sklaverei in Ägypten gegolten, und sie gelte auch uns Menschen heute.

Die beiden Institutio-Kandidatinnen folgten dem Sendungsauftrag des Herrn, zu allen Menschen zu gehen und das Evangelium zu verkünden – so der Bischof weiter. Ein Leben in der Nachfolge Christi sei nicht immer einfach und eben, aber wir dürften darauf vertrauen, dass Gott auf diesem Weg immer nahe ist und uns begleitet.

Missio canonica

Am Ende der Feier in Sirnach erteilte Bischof Felix Gmür acht Personen die Missio canonica. Diese bischöfliche Beauftragung ist im Bistum Basel auch das Zeichen für den Abschluss der Berufseinführung der Pfarreiseelsorgenden und umfasst eine konkrete kirchliche Beauftragung für eine Aufgabe, meist das Wirken als Seelsorgende*r in einer Pfarrei. Zu den Kandidat*innen gehörten auch Jonathan Gardy (Theologe in der Pfarrei Guthirt Ostermundigen), Dr. Carsten Mumbauer (Theologe in der Pfarrei Dreifaltigkeit Bern) und Felicitas Ameling. Letztere ist jetzt noch in Luzern tätig. Nach den Sommerferien wird sie Pfarreiseelsorgerin in St. Marien Bern.

 

Carsten Mumbauer und Jonathan Gardy geben Auskunft zu ihrem Dienst in der Kirche und was Ihnen die Feier am Sonntag bedeutet hat.

3. Juni 2021
erstellt von «pfarrblatt»
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