Die deutliche Anerkennung der gesamtgesellschaftlichen Leistungen der Kirchen freut uns – und ist für uns zugleich Auftrag für die Zukunft.
Diese Leistungen entstehen an vielen Orten und durch viele Menschen: in Pastoralräumen, Pfarreien und Kirchgemeinden, in Fachstellen und Missionen, in der Spezialseelsorge, gemeinsam mit Partnerorganisationen und dank dem grossen Engagement zahlreicher Freiwilliger. Sie alle tragen dazu bei, Menschen zu unterstützen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Kanton Bern zu stärken.
«Wir freuen uns über das Vertrauen, das der Grosse Rat der Arbeit der Kirchen entgegenbringt. Dieses Vertrauen gilt insbesondere auch den vielen Menschen, die sich in unseren Pastoralräumen, Pfarreien und Kirchgemeinden und darüber hinaus tagtäglich engagieren. Gleichzeitig verstehen wir den Entscheid als Auftrag: Wir wollen uns nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern unsere Aufgaben gemeinsam weiterentwickeln, die Wirkung unserer Angebote stärken und ihren Mehrwert für die Gesellschaft noch sichtbarer machen.»
Marie-Louise Beyeler, Präsidentin des Römisch-katholischen Landeskirchenrats des Kantons Bern
Anliegen der Wirtschaft ernst nehmen
Gleichzeitig nehmen wir die Anliegen und Rückmeldungen aus der Wirtschaft ernst. Die Diskussion der vergangenen Monate hat gezeigt, dass Fragen nach Nutzen, Transparenz und der Ausgestaltung der Kirchensteuer juristischer Personen weiterhin beschäftigen.
Deshalb wollen wir noch deutlicher aufzeigen, was mit diesen Mitteln ermöglicht wird und welchen konkreten Nutzen die gesellschaftlichen Leistungen der Kirche entfalten – für Menschen im ganzen Kanton, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und damit auch für einen funktionierenden Wirtschafts- und Lebensraum.
Gemeinsam weiterentwickeln und Wirkung sichtbar machen
Gesellschaftliche Bedürfnisse verändern sich – und damit auch die Anforderungen an unsere Arbeit. Wir wollen bestehende Angebote deshalb laufend überprüfen und weiterentwickeln und dort präsent sein, wo Menschen Unterstützung, Begleitung und Gemeinschaft brauchen.
Dabei trägt jede Ebene ihren Teil bei. Ein grosser Teil der konkreten Arbeit wird unmittelbar vor Ort in den Pastoralräumen, Pfarreien und Kirchgemeinden geleistet. Die Landeskirche unterstützt, vernetzt und schafft gemeinsam mit ihnen, Fachstellen und weiteren Partnerinnen und Partnern gute Rahmenbedingungen für diese Arbeit und ihre Weiterentwicklung.
Unser gemeinsamer Anspruch ist, die uns anvertrauten Mittel verantwortungsvoll und transparent einzusetzen und die Wirkung unserer Arbeit mit konkreten Zahlen und Beispielen sichtbar zu machen.
Der Entscheid des Grossen Rates ist für uns deshalb kein Schlussstrich. Er ist Ansporn, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen und unseren Beitrag für die Gesellschaft weiter zu stärken.