Das Misereor-Hungertuch: „Was ist uns heilig?“ von Emeka Udemba

Kontakt

Pfar­rei St. Marien Bern
Wyler­strasse 24 – 26
3014 Bern
Tel. 031 330 89 89
marien.​bern@​kathbern.​ch

Gesprächsreihe zum Markusevangelium

Nach der faszinierenden Aufführung zum Markusevanglium von Dorothée Reize und Rita Isaak bieten Pfarrerin Mirjam Wey und Gemeindeleiter André Flury vier ökumenische Gesprächsabende zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Markusevangelium an:

Vier Dienstag: 27. Februar; 5., 12., 19. März, 
jeweils von 19.30 bis 21.00 Uhr
Kirchgemeindehaus Johannes, Wylerstr. 5, 3014 Bern

Die Abende bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln besucht werden.

Es sind keine Vorkenntnisse oder Anmeldungen nötig.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Wer sich einlesen möchte, findet hier einen Überblick zum Markusevangelium:

Sabine Bieberstein: Das Markusevangelium, auf: https://glaubenssache-online.ch/2019/10/16/das-markusevangelium

Fasten

Fasten ist heute einerseits im Trend. Andererseits lässt es aber auch viele ratlos zurück. Wo liegen die Wurzeln des Fastens und was könnte Fasten heute bedeuten?

André Flury – glaubenssache-online.ch

In allen Kulturen und Religionen sind Bräuche des Fastens bekannt. Zumeist geht es um einen freiwilligen, zeitlich begrenzten Verzicht auf gewisse oder alle Nahrung und Getränke. Im Ersten / Alten Testament kennt Fasten verschiedene Orte und nimmt mehrere Funktionen wahr: Fasten gehört zum grossen Versöhnungstag Jom Kippur (vgl. Levitikusbuch 16). Das Volk zeigt durch das Fasten, dass es zur Versöhnung mit Gott und Menschen willig ist… > zum Weiterlesen

 

Fastenimpulse für jeden Tag finden Sie im Fastenkalender.

 

Das Gebet und die tätige Nächstenliebe sind die zwei Flügel des Fastens, ohne die es nicht abheben kann […] Fasten führt zu einer tiefen Verbundenheit mit sich selbst, mit den anderen Menschen und mit der Natur, deren Luft wir atmen, deren Wasser wir trinken, die uns ernährt, von der wir also leben. Aus dieser tiefen Verbundenheit mit allen und allem wächst die Bereitschaft, sich für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.

Niklaus Brantschen

Schutz vor Missbrauch

 

Als Pfarrei St. Marien tun wir alles, um die physische und psychische Integrität aller Menschen und ganz besonders der Kinder zu schützen. Die Würde und das Wohl von Kindern und aller Menschen steht an erster Stelle für uns.

Die sexuelle Ausbeutungen in der Katholischen Kirche – grossmehrheitlich durch Kleriker/Priester und Ordensleute begangen – sind katastrophale, abscheuliche Verbrechen.

Als Pfarrei St. Marien, als Katholische Kirche Region Bern, als Bistum Basel und als Katholische Kirche insgesamt muss alles getan werden, um den Opfern Solidarität und höchstmögliche Gerechtigkeit zukommen zu lassen, die Täter adäquat zu bestrafen und von den Ämtern zu entheben, sowie sexuelle Ausbeutung und Übergriffe aller Art heute und künftig zu verhindern. 

Wichtige Schritte – nicht nur, aber auch – zur Prävention sind meiner Überzeugun nach dringend notwendige Reformen, die schon viel zu lange verhindert wurden. Unter anderem:

  • Machtstrukturen ändern, besonders unabhängige Untersuchungs- und Entscheidungsinstanzen für Straftaten einrichten
  • Pflichtzölibat abschaffen
  • vollkommene Gleichberechtigung von Frauen in der kath. Kirche  (Zugänge zu allen kirchlichen Ämtern: Priesterinnen, Bischöfinnen, Päpstinnen)
  • vollständige Anerkennung und Wertschätzung von homosexuellen Menschen
  • Respektierung unterschiedlicher Geschlechtsidentifikationen (LGBTIQ*)
  • Entwicklung einer positiven, verantwortungsvollen Sexualethik.

Dafür setze ich mich persönlich ein. Dazu habe ich vor über 13 Jahren, als die ersten Fälle sexualisierter Gewalt von Klerinkern in der Schweiz bekannt wurden, in der Dreifaltigkeitskirche Bern gepredigt. Für mich besonders erschütternd war, dass aufgrund meiner Predigt über ein Dutzend Menschen zu mir zum Gespräch kamen, um erstmals davon zu erzählen, dass sie ebenfalls sexuelle Ausbeutung durch Kleriker (manche auch ausserhalb der Kirche) erlebt hatten. – Das Leid, die Verletzungen, die so grossen Zerstörungen in ihrem Leben waren und sind kaum auszuhalten. Es hat mich zutiefst getroffen und für immer geprägt.

Das Historische Seminar der Universität Zürich erforscht die Fälle sexualisierter Gewalt in der Katholischen Kirche Schweiz seit 1950. Der Auftrag dazu gaben die Schweizerische Bischofskonferenz, die Römisch-Katholische Zentralkonferenz (Zusammenschluss von Landeskirchen) und die KOVOS (Konferenz der Ordensgemeinschaften und anderer Gemeinschaften des gottgeweihten Lebens in der Schweiz). Hier gibt es die entsprechenden Infos:
missbrauch-kath-info.ch

Zur Prävention gegen sexuelle Ausbeutung gibt es für die Mitarbeitenden des Bistums Basel und der Katholischen Kirche Region Bern seit einigen Jahren regelmässige Weiterbildungen/Schulungen. Dieses und letztes Jahr wurde in der Katholischen Kirche Region Bern eine obligatorische Schulung für alle Mitarbeitenden durch Karin Iten, langjährige Leiterin der Fachstelle Limita, durchgeführt. Mit dieser Zusammenarbeit wurde auch ein Präventions- und Interventionsmanagement erarbeitet und ein neuer, umgangreicher Verhaltenskodex für alle Mitarbeidenden eingeführt. Siehe unter:
kathbern.ch/home/praevention-missbrauch

Ebenfalls Unterstützung bietet die «Interessengemeinschaft für missbrauchsbetroffene Menschen im kirchlichen Umfeld». Hier finden Betroffene Beratung und Gesprächsmöglichkeiten. Der Interessengemeinschaft, deren Präsidentin Vreni Peterer ist, können auch alle Menschen beitreten, die sich für den Schutz vor Missbrauch in der kath. Kirche engagieren und sich mit den Betroffenen solidarisieren wollen: missbrauch-kirche.ch Die Interessengemeinschaft ist auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Wenn Sie Kenntnis von Missbrauch haben oder selbst betroffen sind, zögern Sie nicht, sich bei unabhängigen Unterstützungs- und Beratungsstellen zu melden:
Für Frauen und Kinder: limita.ch
Für Männder und männliche Jugendliche ab 13 Jahren: opferhilfe-bern.ch
Die Beratungsstellen haben Schweigepflicht und die Beratung ist kostenlos.

Sie haben von mir und dem ganzen Pfarreiteam St. Marien die Zusicherung, dass wir alles unterstützen und auch selber tun, was dem Schutz vor sexuellem Missbrauch und Übergriffen aller Art dient.

André Flury, Gemeindeleiter Pfarrei St. Marien Bern

Bern, 12.9.2023, aktualisiert 23.9.2023

Sich treffen, zusammen feiern, Freunde finden

Ein vielfältiges Angebote für Eltern, Kinder und Familien lädt zur Begegnung, zu gemeinsamem Spielen und die Entdecken der christlichen Feiern und Spiritualität ein. Die Angebote finden Sie auf der ökumenischen Website: kirchen-nordquartier-bern.ch.

Anja Stauffer, Verantwortliche für die Eltern-Kind-Familien-Arbeit gibt Ihnen gerne weitere Auskunft: anja.stauffer@kathbern.ch.

Einige Begegnunsmöglichkeiten:

ELKI-Treff

Der Eltern-Kind-Treff ist für Kinder ab Geburt bis zum Kindergarten und ihre Eltern oder andere Bezugspersonen. Am Freitagmorgen ist der Treff im Pfarrhaus betreut. Wir singen, spielen, plaudern, basteln, bewegen uns und essen gemeinsam Znüni. Das Programm ist ein Angebot für die Kinder. Manche machen gern mit, andere beobachten lieber. Alle sind herzlich willkommen. Am Mittwochmorgen ist der Treff zum freien Spiel geöffnet.

Aktuelle Öffnungszeiten ELKI-Treff

Mittwoch, 09.00–11.30
Freitag, 09.00–11.30 mit Programm ab 09.30

Während der Schulferien der Stadt Bern ist der Treff geschlossen.

Fiire mit de Chliine

Beim Fiire mit de Chline erzählen wir eine Geschichte, singen und beten. Dieser kurze Gottesdienst richtet sich an Kinder von zwei bis sechs Jahren. Sie werden von ihren Eltern, Grosseltern oder Pat:innen begleitet. Die Feiern sind ökumenisch und dauern ca. eine halbe Stunde.

Chinderchile

Die Chinderchile findet für Kinder von ca. vier bis zwölf Jahren parallel zum Sonntagsgottesdienst statt. Während die Erwachsenen im Gottesdienst sind, lernen die Kinder in der Chin- derchile auf spielerische Weise biblische Geschichten und christliche Werte kennen. Wir singen Lieder, erleben eine Geschichte mit allen Sinnen und begeben uns zusammen auf eine Gedankenreise. Der Beginn und Abschluss findet gemeinsam mit den Erwachsenen in der Kirche statt. 

SpaghettiSingen – intergenerativ

Die rise-up Lieder sind bei uns in den Familien-Gottesdiensten und vor allem in den Pfarreiferien Tradition. Immer wieder hörten wir den Wunsch der Pfarreimitglieder sich auch durchs Jahr zu treffen um gemeinsam zu singen. So entstand das Projekt SpaghettiSingen.

Das Spaghettisingen findet 6x im Jahr an einem Montagabend statt. Um 18 Uhr trudeln von allen Seite des Quartiers die Familien, Senioren, Singfreudigen und die, die gerne feine Spaghetti in guter Gesellschaft essen möchten im Pfarreisaal ein und singen gemeinsam eine halbe Stunde Lieder aus dem rise-up Gesangbuch. Jean- Luc Gassmann, unser Kirchenmusiker, motiviert alle mit viel Humor zum Mitsingen. Nach einem kurzen Wunschkonzert zum Abschluss sind alle eingeladen zusammen die Tische zu decken und die Koch-Crew hantiert in der Küche bis es heisst „à table“. In freudiger Unterhaltung schmatzen alle an den feinen Spaghetti. Die verschiedenen Saucen sind jedes Mal ein Highlight. Wenn die ersten sich schon auf den Heimweg machen, um die Kinder rechtzeitig ins Bett zu bringen, waschen die anderen noch gemeinsam ab. Mal für mal ist es ein gelungener Abend.

 

Tischlein deck dich

Im August 2022 wurde eine neue Abgabestelle in der Pfarrei St. Marien eröffnet

In der Schweiz werden pro Jahr 2,8 Millionen Tonnen einwandfreie Lebensmittel weggeworfen. Gleich- zeitig leben in der Schweiz viele ar- mutsbetroffene Menschen, deren Haushaltsbudget nur für das Aller- nötigste reicht.

Der Verein Tischlein deck dich organi- siert die Verteilung von überschüssigen Lebensmitteln an verschiedene Abgabestellen in der ganzen Schweiz, an Menschen am Existenzminimum vor Ort.

Die Lebensmittelabgabe unterstützt viele Working-Poor-Familien, Men- schen in der Sozialhilfe oder Menschen ohne Zugang zu offiziellen Stellen. Diese Personen können sich dank «Tischlein deck dich» den Überfluss zunutze machen und uns beispielhaft aufzeigen, welche Möglichkeiten in den verschmähten Lebensmitteln schlummern. Aktuell gehen im Verlauf der Lebensmittelkette ein Drittel aller Lebensmittel verloren – in den Müll.

Unterstützung vor Ort

In der kirchlichen Sozialberatung begegnen wir täglich Menschen, die viel Energie aufwenden, um ihre Lebenslage eigenständig zu verbessern. Solche Menschen in finanziellen Engpässen sollen ermutigt werden, eine «Tischlein deck dich»-Karte anzunehmen und sich als Kund:innen zu sehen.

Einerseits entlasten die verteilten Lebensmittel das Haushaltsbudget und andererseits belasten alle nicht konsumierten Lebensmittel unnötigerweise die Umwelt. Berechtigt zum Bezug der Lebensmittel sind Menschen, die von einer privaten oder öffentlichen Sozialfachstelle nach festgelegten Kriterien eine Kundenkarte erhalten haben. Die Kundenkarte ist jeweils für ein Jahr gültig und beschränkt auf eine Abgabestelle.

Freiwillige gesucht

«Tischlein deck dich» lebt von freiwilligem Engagement. Die 28 Abgabestellen im Kanton Bern funktionieren ausschliesslich dank Menschen, die ihre Zeit und ihr Wissen verschenken. Gleichzeitig kommt es zu Begegnungen auf Augenhöhe.

Die Lebensmittelabgabe bei uns erfolgt jeden Dienstag zwischen 15.00 und 16.00 im grossen Saal der Pfarrei St. Marien, Wylerstrasse 26, 3014 Bern.

Wer sich als Freiwillige:r engagieren möchte, melde sich ganz unkompliziert bei:

Stéphanie Meier, Sozialarbeit, stephanie.meier@kathbern.ch, 031 330 89 88


Weitere Infos: tischlein.ch

Frieden für die Ukraine

Unterstützung von Menschen aus der Ukraine bei uns

Am 24. Februar 2022 begann der Krieg Russlands gegen die Ukraine.

Die Katholische Kirche Region Bern hat im April 2022 ein Ukraine-Hilfspaket von total einer Million Franken verabschiedet.
300'000 Franken gehen direkt in die vom Krieg betroffenen ukrainischen Pfarreien, die in der humanitären Hilfe tätig sind. 150'000 Franken fliessen via Caritas und andere Hilfswerke in die Ukraine und Nachbarländer, welche aktuell Hunderttausende Geflüchtete aufnehmen. Mit 100'000 Franken werden kurzfristig zudem Wohnungen und Soforthilfe für Geflüchtete in Bern ermöglicht. Das Hilfspaket von total einer Million Franken finanziert auch Integrationsmassnahmen wie Deutschkurse oder ergänzende Sozialhilfe.

In der Gemeindeleitungswohnung der Pfarrei St. Marien wohnen seit August 2022 drei ukrainische Familien.

Die von der Katholischen Kirche Bern zur Verfügung gestellten Wohnungen werden ausschliesslich von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe vermittelt. Infos dazu und zu freiwilligem Engagement finden sich auf der Platform Campax.

Wer Menschen in und aus der Ukraine finanziell unterstützen will, kann dies über das Hilfswerk Caritas.

Vielen Dank für alles Engagement und alle Unterstützung.

5.4.2022, akutalisiert 17.2.2023 André Flury

Aktuelle pfarrblatt-Seite

Reformen jetzt!

Es ist allerhöchste Zeit, dass die katholische Kirche Reformen vornimmt.

Gemeindeleiter André Flury steht dafür ein.

Lesen Sie dazu mehr hier.

Armutsbetroffene unterstützen

Die Stadt Bern hat ein Pilotprojekt für Überbrückungshilfen gestartet. Das Ziel: Armutsbetroffenen Personen helfen, welche keinen Zugang zur Sozialhilfe haben oder sie aus Angst, ihr Bleiberecht zu verlieren nicht beanspruchen. Die Sozialarbeit der Katholischen Kirche Bern ist Partnerin in diesem Projekt.

Hier der Beitrag von SRF «Schweiz aktuell» (17.1.2023)

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