Menschen der Hoffnung

Hirtenbrief von Mgr. Felix Gmür, Bischof von Basel
3. März 2026 · Region Biel
Christian Grass
Christian
Grass
Leitung Kommunikation & Medien

Was ist der Hirtenbrief?

Der Hirtenbrief ist das Schreiben eines Bischofs an die Gemeinden bzw. Gläubigen seines Bistums. Darin äußert sich der Bischof als Leiter des Bistums und oberster Priester zu Problemen der Zeit, zu theologischen oder seelsorglichen Fragen. Die Briefe werden in der Regel im sonntäglichen Gottesdienst verlesen.

Ihr frühestes Vorbild haben die Hirtenbriefe in den Apostelbriefen im Neuen Testament. Mit ihren Briefen haben die Apostel den Kontakt zu den Gemeinden gehalten, das Gemeindeleben geordnet sowie Streitigkeiten und theologische Grundsatzfragen geklärt. Auf dieser Linie liegen auch die Hirtenbriefe heutiger Zeit. (Quelle: pfarrbriefservice.de)

Hirtenbrief vom 08. Februar 2026: Menschen der Hoffnung

Von Mgr. Felix Gmür, Bischof von Basel

In diesem Brief spricht der Bischof von Basel, Felix Gmür, über die Hoffnung. Hoffnung sei keine «fromme Verzierung» an uns Menschen, sondern eine persönliche Einstellung, mit der auch Krisen, unruhige Zeiten, Sorgen und Nöte überwunden werden könnten.

Der Bischof beschreibt, dass unsere Welt «unruhiger, schneller, härter» wurde und der Alltag von Negativitäten wie «Einsamkeit» oder «Kriege» überschattet würden. Er spitzt die Frage zu, indem er bemerkt, dass «alte Gewissheiten bröckeln» und uns beispielsweise «digitaler Fortschritt eher Angst» mache. Und genau in solchen Zeiten dränge sich die Frage auf, was es heisse, Christin und Christ zu sein? Was bedeutet es zu hoffen, auch wenn «alles gegen sie (die Hoffnung) spricht»?

Jesaja fordert uns auf, nicht wegzusehen, nicht nur zu reden, sondern zu handeln. Den Menschen und die Schöpfung zu schützen.

Hoffnung kommt, wenn «dein Licht im Dunkel aufgeht» (vgl. Jes. 58, 9-10)

Hoffnung, so Bischof Felix Gmür, ist «kein Gefühl, das man hat oder nicht hat. Hoffnung ist eine Entscheidung. Eine Haltung.

Interessant an diesem Hirtenbrief des Bischofs sind vor allem 3 Aspekte:

  • Hoffnung ist ein Aspekt des Leides, der Probleme, der Nöte.
  • Hoffnung wird wahr, wenn Menschen sich von der Gegenwart Gottes leiten lassen und selbst handeln, aktiv sind, Zuversicht leben.
  • Hoffnung heisst, unser inneres, von Gott gegebenes Licht für andere Menschen leuchten zu lassen; nicht wegsehen, sondern hinsehen. Nicht davonlaufen, sondern handeln.

Der Bischof endet seinen Brief an uns alle mit der wesentlichen Frage, was es heute bedeutet «Salz und Licht» zu sein? Und er antwortet mit naheliegenden Vermutungen, die uns motivieren sollen, das Leben für uns und andere mit Hoffnung zu füllen:

«Vielleicht bedeutet es, eine Tür offen zu lassen, wenn andere sie schliessen. Eine Frage zu stellen, wenn alle schweigen. Ein kleines Projekt zu beginnen, das Leben ermöglicht. (…) Nicht passiv bleiben. Nicht aufgeben. Handeln – im Vertrauen darauf, dass Gott mitgeht.» (Bischof F. Gmür)

Beitrag: Christian Grass
Bild: Mediathek, Bistum Basel

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