Herzlich Willkommen in der Pfarrei Bruder Klaus Bern
Copyright: Christoph Knoch

Rituale und Andachten

 

Samstag, den 04. Februar, um 17:00 Uhr

"Salbung und Handauflegung" 


Jesus kam,
sah den kranken Menschen,
sah ihn liebend an
und heilte ihn...


Wir freuen uns auf Ihr Kommen! 

«Unsere Kirche muss sich verändern»

Die Struktur der katholischen Kirche und die Machtballung der Bischöfe seien letztlich verantwortlich für die Missbrauchsfälle. Das sagt der Westschweizer Priester Nicolas Betticher, der jahrelang im Zentrum der Macht stand.


Herr Betticher, der Umgang der katholischen Kirche mit sexuellen Missbräuchen ist vergleichbar mit einem Haus, das lichterloh brennt. Jene, die den Brand löschen könnten, die Bischöfe, stehen aber abseits und hoffen, das Feuer gehe irgendwann von selbst aus. 
Dieser Eindruck täuscht nicht. Aber es geht nicht nur um die Bischöfe, sondern um die gesamte Struktur der Kirche, also bis zur Spitze, bis zum Heiligen Vater. Das ist eine Realität. Gleichzeitig ist es ein heisses Eisen, und die Verantwortlichen wissen oft nicht, wie man das richtig anpackt.

Versuchen hier, alte weisse Männer mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ihre Macht zu erhalten?
Ja, das kann man so sagen. Aber ich frage mich: Warum? Ist Macht ihr Lebenselixier?

Viele Missbrauchsfälle sind nach dem weltlichen Strafrecht verjährt. Nach dem Kirchenrecht könnte die Verjährung in schweren Fällen aufgehoben und Täter könnten auch Jahre später noch sanktioniert werden. Was genau steht dem eigentlich im Weg?
Es gibt keine Pflicht, in einem Missbrauchsfall die Aufhebung der Verjährung zu beantragen. Aber wenn ein Bischof dies nicht tut, dann verhindert er die Aufarbeitung.

Entscheidet letztlich immer der zuständige Bischof, ob ein Fall aufgearbeitet wird oder nicht?
Ja, weil der Bischof im Bistum der oberste Richter ist. 

Er ist aber auch Verwalter, Arbeitgeber …
… und «spiritueller Vater» und auch noch der oberste Gesetzgeber. Er erlässt Dekrete und Verfahrensentscheide. Er ist gleichzeitig Judikative, Legislative und Exekutive.

Sind sich die Bischöfe bewusst, dass sie so viele verschiedene Hüte tragen?
Ehrlich gesagt: Wenn man Bischof wird, hat man wahrscheinlich eine andere Vorstellung von diesem Amt. Man sieht den Bischof meist an einer Firmung, er kommt für eine Segnung, er weiht einen Altar ein, er diskutiert am Fernsehen über ethische Fragen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob sich ein neuer Bischof bewusst ist, dass er alle drei Gewalten derart intensiv verkörpert. Ein Bischof wird sehr schnell von der Realität eingeholt. Diese Machtkonzentration kann eine moralische Überforderung sein.

Wie gehen die Schweizer Bischöfe mit dieser Macht um? 
Bischof Bernard Genoud, der mich geweiht hat, ist an diesen Aufgaben gestorben. Er war sehr emotional, sehr authentisch. Immer, wenn er etwas hörte im Bereich Machtmissbrauch und sexueller Missbrauch, verletzte ihn das zutiefst. Denn er war ja der spirituelle «Vater dieses Priesters». Er nahm solche Ereignisse sehr persönlich. In meiner Wahrnehmung waren die Missbrauchsfälle Auslöser für seine Krebserkrankung. Seit 2007, als die ersten grossen Fälle publik wurden, kam ein Fall nach dem anderen. Dann wurde er krank und starb später an Krebs.

Ist Bischof Genoud an den publik gewordenen Missbrauchsfällen zerbrochen?
Ja, er ist daran zerbrochen. Wenn er nicht der oberste Richter gewesen wäre, dann hätte er sich auf das konzentrieren können, was er sehr gut gemacht hat. Nämlich pastoral Hirte zu sein, Prediger, Kommunikator. Er hätte die Missbrauchsfälle einer Gerichtsbarkeit übergeben können, einer unabhängigen Stelle der Universalkirche. Dann hätten wir im Bistum eine ganz andere Situation gehabt. Als Offizial (als Offizial wird der Vorsteher eines katholischen Kirchengerichts bezeichnet; Anm. der Redaktion) hätte auch ich meine eigentliche Arbeit erledigen können. Das wäre für uns alle viel gesünder gewesen, auch für die Glaubwürdigkeit des Bistums. So hiess es immer, wir würden vertuschen. 

«Vertuscht wird bewusst oder unbewusst, weil man sich, andere oder die Kirche schützen will. Das kommt deshalb vor, weil niemand da ist, der die Folgen und Konsequenzen aufzeigt.» (Nicolas Betticher)

Wird heute noch vertuscht?
Ja, wobei vieles wohl unbewusst abläuft. Etwa, wenn es um einen Mitbruder geht, mit dem man vielleicht gemeinsam das Seminar besucht hat. Man nimmt automatisch einen Mitbruder eher in Schutz als ein mutmassliches Opfer. Es heisst dann schnell: «Das kann doch nicht sein, das Opfer hat sicher übertrieben.» Wenn ein Bischof das so bewertet, ist das nicht akzeptabel.

Solches Verhalten zeugt doch von einer erschreckenden Empathielosigkeit.
Ja, für ein Opfer ist das furchtbar. Ihre Frage war: Kommt es heute noch zu Vertuschungen? Meine Antwort ist: ja. Das passiert bewusst oder unbewusst, eben weil man sich, andere oder die Kirche schützen will. Das kommt deshalb vor, weil niemand da ist, der die Folgen und Konsequenzen aufzeigt. Es müsste eine unabhängige Autorität geben, die Strafen aussprechen kann. Dann würde sich auch ein Bischof anders verhalten.

Erfährt ein Opfer davon, wenn ein Bischof einen Täter wegen eines sexuellen Übergriffs sanktioniert?
Nein, nicht zwingend. Ein Urteil wird als schriftliches Dekret dem Täter überreicht. Darin heisst es beispielsweise, ab Datum X ist er nicht mehr im priesterlichen Dienst oder des Amtes enthoben oder aus dem Klerikerstatus entlassen. Aber das wird nirgendwo veröffentlicht. 

In der Schweiz ist die Justizöffentlichkeit in der Bundesverfassung verankert.
Das ist ein guter Vergleich. Die Veröffentlichung von Urteilen hat auch eine präventive Wirkung. In einem Rechtsstaat ist das eine grundlegende Pflicht. In der Kirche gibt es diese Pflicht nicht. 

Ist die Kirche also kein Rechtsstaat?
Nein, die Kirche begreift sich oft als göttlicher Staat. Aber dagegen wehre ich mich. Die Kirche ist kein göttlicher Staat, sondern ein Staat, der das göttliche Recht benutzt, um seine eigene Macht zu festigen. Ich glaube nicht, dass Jesus diese Struktur angestrebt hat. Wir sind gewachsen durch das römische Recht. Die Bischöfe waren in der Geschichte meist auch weltliche Machtinhaber. Die Trennung der kirchlichen und der weltlichen Macht ist gar nicht so alt, der Prozess dauert bis heute. Vielleicht ist die Problematik der sexuellen Missbräuche eine Möglichkeit, diesen Trennungsprozess weiterzuführen. Vielleicht kommt die katholische Kirche jetzt zum Schluss, dass sie ihre Strukturen reformieren muss. Wir müssen uns fragen: Was ist unser Fundament, was wollte Christus? Dazu braucht es ein Konzil.

«Wir müssen die Missbräuche aufarbeiten. Aber solange die kirchliche Gesetzgebung nicht angepasst wird, wird dies nicht gelingen.» (Nicolas Betticher)

Im Bistum Freiburg wurden um 2008 die ersten gravierenden Missbrauchsfälle publik. Weshalb begann man damals nicht unmittelbar mit der Aufarbeitung?
Am 3. Januar 2008 erhielt ich einen Telefonanruf eines französischen Journalisten. Er berichtete, im Fall des Kapuzinerpaters Allaz gebe es neue Fälle. Bereits am 30. Januar haben wir eine Anlaufstelle für Missbrauchsopfer vorgestellt, schneller ging es gar nicht. Aber die kirchliche Gesetzeslage erlaubte es nicht, dass die von uns eingesetzte Kommission auch richten konnte. Die Mitglieder der Kommission durften die Fälle nur untersuchen und mussten dem Bischof einen Rapport abliefern. Die Anlaufstelle, die wir damals einberufen haben, hat sehr sauber gearbeitet. Der Nachfolger von Bischof Genoud, Bischof Morerod, hat dieses Gremium aufgehoben und erst nach zwei Jahren eine neue diözesane Anlaufstelle eingesetzt.

Anlaufstellen sind nicht unabhängig, es ist unklar, ob ein Bischof ein Urteil fällt, und niemand vernimmt, wenn ein Priester sanktioniert wird. Das ist eine unhaltbare Situation. Will die katholische Kirche die Missbräuche gar nicht aufarbeiten?
Wir müssen die Missbräuche aufarbeiten. Aber solange die kirchliche Gesetzgebung nicht angepasst wird, wird dies nicht gelingen. Nur eine Person kann die Gesetzgebung ändern: der Papst. In Rom sieht man allerdings die Dringlichkeit anders. Das verstehe ich nicht. Klar, wenn der Papst etwas entscheidet, muss das auf der ganzen Welt angewendet werden. Und das kommt in Afrika oder Indien anders an. Aber man könnte es so formulieren, dass in Europa eine andere Haltung gilt hinsichtlich einer getrennten, unabhängigen Justiz. Zum Beispiel könnte man für die europäischen Bischofskonferenzen ein unabhängiges Gericht einführen. Wie das umgesetzt würde, müssten die Bischofskonferenzen selbst definieren. Das wäre ein riesiger Schritt. Man könnte in Europa beispielsweise fünf Gerichtssitze einrichten, wo jede Bischofskonferenz ihre Fälle einreichen könnte. Diese Gerichte wären unabhängig. Berufungsinstanz wäre Rom. Aber dazu braucht es halt eine Gesetzesrevision. 

In Ihrem Buch beschreiben Sie die Situation in der katholischen Kirche als «Gefängnis der Angst». Meinen Sie damit die Untätigkeit der Kirche?
Ja, es ist die Angst, dass das brennende Haus plötzlich komplett zerfällt. Das ist eine legitime Angst und eine psychologische Realität. Aber es ist keine spirituelle Angst. Weil wir das Haus gar nie komplett zerstören können, denn es gehört uns gar nicht. (Er zeigt auf das Kruzifix an der Wand.) Er, der Retter, trägt dieses Haus und wird es immer schützen. Wenn es uns gehören würde, hätten wir schon längst kein Haus mehr. Das ist der beste Beweis, dass es Gott gibt.

Aber das Haus wird immer ein bisschen leerer?
Das ist eine andere Realität. Aber der Papst sagt, das stimme nicht. Weltweit hat die Zahl der Katholiken von 1,3 auf 1,4 Milliarden Menschen zugenommen. So gesehen geht es uns wunderbar. Oder wir tragen für Europa Verantwortung und setzen alles daran, dass sich die Kirchen nicht leeren. Da braucht es aber Glaubwürdigkeit im Agieren der Kirche.

Aktuell läuft in der Schweiz eine Pilotstudie zur Aufarbeitung der Missbräuche. Was erwarten Sie von dieser Studie?
Dass klar wird, wo die Informationslücken sind, wo die Probleme liegen und was die Gründe sind. Dann müssen die Bischöfe handeln. Der Papst selbst hat gesagt, wenn Medien helfen könnten, die Wahrheit zu finden, dann dankte er ihnen. Eigentlich ist es unbefriedigend, sogar schockierend, dass der Papst das sagen muss. Er könnte auch einfach die Gesetzgebung ändern. Das tut er aber nicht.

Weshalb hat sich in der katholischen Kirche nach 20 Jahren Debatte über sexuelle Missbräuche so wenig geändert?
Die fehlende Gewaltenteilung, die Allmacht der Hierarchie und der ungebremste Zentralismus sind Missbräuchen nicht gewachsen. Unsere Kirche muss sich verändern.

 

Interview Beobachter vom 02. Februar 2023

Tai-Chi für Anfänger

Donnerstag, den 9. Februar, um 15:30 Uhr

Meditation in Bewegung mit Frau Ngoc-Thuy-Trang Nguyen.

Kosten: Fr. 5.- / pro Mal 

Bitte bequeme Kleider, Socken oder leichte Gymnastikschuhe mitbringen.

Anmeldung bei nnthuytrang@hotmail.com
oder unter 076 549 60 62.
 

Weitere Informationen finden Sie hier

Jassgruppe


Montag, den 13. Februar, um 13.30 Uhr

Wir treffen uns im Raum Ostring des Pfarreizentrums.

Neue Spieler:innen sind jederzeit herzlich willkommen! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wir freuen uns auf Sie!

Adoray: Lobpreis-Gottesdienst für Jugendliche und junge Erwachsene

Mittwoch, den 15. Februar, 19.30 Uhr

Alle jungen Leute (bis 35) sind zu einem Abend mit Lobpreis, Anbetung und Impuls in die Krypta eingeladen.

Wir freuen uns auf Euch!

Fasnachtgottesdienst

Sonntag, den 19. Februar, 11.00 Uhr

Verbunden mit fröhlicher Musik, loben wir Gott und freuen uns am Leben und an allem, was er uns schenkt.

In der Fasnachtszeit tragen viele Leute Masken und verkleiden sich. Deshalb sind alle Kinder herzlich eingeladen, sich zu verkleiden oder zu schminken.

Wir freuen uns auf viele verkleidete oder geschminkte Kinder.

Der Gospelchor und die Band laden dich ein!

Sonntag, den 26. März, 10.00 Uhr

Bischof Felix Gmür besucht unsere Pfarrei Bruder Klaus Bern.

Der Gospelchor und die Band animieren diesen Gottesdienst.

Wir laden alle herzlich ein im Ad-hoc-Chor mitzusingen!


Probenplan:

  • Freitag, 24.02.2023, von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr
  • Freitag, 24.03.2023, von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr
  • Sonntag, 26.03.2023, von 08.30 Uhr bis 09.45 Uhr

Leitung: Nikolina Pinko-Behrends

Finden Sie den Flyer hierzu hier.

Hirtenwort 2023

Liebe Schwestern und Brüder

Jesus ruft zu seinen Jüngerinnen und Jüngern: «Kehrt um, denn das Reich Gottes ist nahe!» Jesus ruft heute jeder und jedem von uns allen zu: «Kehre um, jetzt, denn das Reich Gottes ist nahe!»

Was ist dieses Reich Gottes und weshalb lohnt es sich, den alltäglichen Trott zu verlassen und einen anderen Weg einzuschlagen? Ist es nicht zynisch, Gottes Reich und damit seine Gegenwart zu verkünden, wenn zugleich tagtäglich unzählige Menschen in den vielen Kriegen auf der Welt getötet werden, wenn Kinder und Erwachsene am Horn von Afrika langsam und grausam verhungern, wenn für Flüchtende das Mittelmeer zu ihrem eigenen Friedhof wird? Wo zeigt sich Gott, wenn hierzulande und weltweit Kinder angesichts von Corona, Klimakrise und Krieg ihrer Unbeschwertheit, einem der kostbarsten Kinderschätze, beraubt werden? Wo ist dieser Gott und sein Reich der Gerechtigkeit? Hat sich Gott von uns Menschen und von unserer Geschichte, in welcher Kriege eher die Regel als die Ausnahme darstellen, verabschiedet?. . .

Finden Sie die Fortsetzung des Hirtenwortes 2023 hier

Lehrstelle als Kauffrau / Kaufmann EFZ

Stellenantritt per 1. August 2023

Möchtest Du Deine ersten Schritte Deines Berufslebens in einer Organisation, die sich sozial in vielfältiger Weise engagiert und die Nachhaltigkeit kein Fremdwort ist, setzen?

Dann bist Du bei uns genau richtig!
Die Pfarrei Bruder Klaus in Bern bietet einer jungen dynamischen Person eine
Lehrstelle als Kauffrau/Kaufmann EFZ

Das Inserat zum Ausdruck bzw. zum Eintrag in das Bewerbungstool finden Sie HIER.

Kontakt

Pfarrei Bruder Klaus
Segantinistrasse 26a
3006 Bern
Tel.:  031 350 14 14  
bruderklaus.bern@kathbern.ch

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Montag bis Freitag:
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♦ Montag, Mittwoch bis Freitag:
08.00 bis 18.00 Uhr
♦ Dienstag:
08.00 bis 20.00 Uhr​​​​​​
♦ Samstag und Sonntag:
09.00 bis 18.00 Uhr

Sie erreichen uns mit dem 7-Tram, Haltestelle Burgernziel
Weg-Karte: Sie finden uns
hier!

Brief an den Papst bezüglich der Weltsynode

 

Den Brief an den Papst finden Sie hier sowie in der Kirche ausgelegt.

Wenn Sie den Brief an den Papst unterstützen,
können Sie ihn hier oder in der Kirche unterschreiben.

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